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Sortenversuchsprojekt

Gekürzte Versuchssortenanzahl 5
Sammelsprossen für Verpfropfung
Etiketten der ersten Versuchsweine
Der Versuchsweinkeller

Josep M. und Toni Albet i Noya starteten dieses Projekt im Jahre 1998, indem sie verloren 7 gegangene Traubensorten sammelten.

Ziel dieses Projektes ist es, sieben alte Traubensorten zu testen, sowohl aus Sicht der Weinbergverwaltung als auch aus Sicht des Potentiales zur Weinherstellung. Die Traubensorten wurden auf alten und verlassenen Weinbergen wiedergefunden. Eine stammt aus dem Anwesen von Albet i Noya. Die Suche nach alten Sorten war so erfolgreich, dass wir nun eine zweite Phase dieses Projektes mit sieben weiteren Sorten planen, was bis 2020 dauern wird.

Wir glauben, dass einige dieser Sorten von der Zeit vor der Reblausplage stammen. Als die Reblausplage Europas Weinberge traf, stieg der Preis für Weintrauben und Wein des Penedès in den Himmel. Infolgedessen wurde der Anbau von vielen weniger produktiven Sorten zugunsten der ertragreicheren Sorten aufgegeben. Wir glauben, dass im Penedès ungefähr 30 Sorten mehr als heute angebaut wurden. Heute wissen wir, dass diese weniger ertragreichen Pflanzen konzentriertere Früchte erbringen. Diese könnten hervorragende Kandidaten für die Weinherstellung sein.

Sobald wir die sieben Sorten (vier weiße und drei rote) ausgesucht hatten, pflanzten wir 500 Reben von jeder - 250 mit kräftigem Unterbau (Richter 110) und die andere Hälfte mit weniger kräftigem Bakterienstamm (41-B). Unsere Idee ist es, jeden Bakterienstamm einzeln herauszugreifen und zu vinifizieren.

Die Weine werden in speziell weinkeller für Mikrovinifizierung konstruierten, kleinen 500 Liter Behältern in unserem technologisch fortschrittlichem Hauptkeller hergestellt.

Um das Projekt so bekannt wie möglich zu machen und ein Gefühl für das wirkliche Potential dieser Sorten zu bekommen, schicken wir jedes Jahr Proben dieser Weine an 165 Personen in 24 Ländern: Importeure, Distributoren,  Weinkritiker, bekannte Weinhersteller sowie den Weinfachberatern der DO, Penedès und dem Katalanischen Institut der Rebe und des Weines (INCAVI). Die Teilnehmer schicken dann ihre Anmerkungen zur Weinprobe und Eindrücke von jedem Wein zurück.

Mit diesen Rückmeldungen und unseren eigenen, internen Daten von fünf Jahren, entscheiden wir, welche der Sorten das Potential haben, ausgiebiger gepflanzt zu werden, um Wein im kommerziellen Umfang zu produzieren.

Bis heute können wir vermelden, dass wir - nach der fünften Weinlese im Jahr 2006 - die erste Phase dieses Projektes abgeschlossen haben: Zwei weiße (Mariana Rión und Vidal) und eine rote Sorte (Belat) zeigen außerordentliche Qualität und sehr gute Merkmale. Mit größter Wahrscheinlichkeit werden wir von jeder Sorte einen Hektar anpflanzen und jeweils die offizielle Homologation und Anerkennung beantragen, damit wir diese Sorten legal in Penedès anbauen können.

Wir sind besonders dankbar für die Unterstützung von INCAVI für die Hilfe bei der Identifizierung jeder Sorte durch DNA-Analysen und die Unterstützung des Schweizer Unternehmens DELINAT, die besonders an der Resistenz dieser Sorten gegen verschiedene Krankheiten interessiert ist, die Weinberge befallen können und infolgedessen ihr Potential für ökologischen Anbau beeinflussen können. Außerdem werden Sorten zurückgewonnen, die resistenter gegen Pilzbefall sind, wodurch die Reben - wichtig für ökologischen Weinbau - natürlicher und gesünder bearbeitet werden können.

In den nächsten Jahren werden wir uns dafür einsetzen, dass die Behörden den Prozess der amtlichen Bestätigung für die drei autochthonen Sorten beschleunigen, denen wir großes Potenzial für die Zukunft des Penedès einräumen.